Die Rückkehr der Kinderviren

Kinderviren aus der Krabbelstube

Es ist natürlich auch ein bisschen Self-Fulfilling-Prophecy, wenn man drei Wochen in der Krabbelstube eine Eingewöhnung durchführt und man als Mama nur eine einzige Sorge hat: Wann wird es soweit sein? Wann kommt mein Kind erstmals in den Kontakt mit den gefährlichen Krabbelstuben-Viren? Nach den ersten Küssen mit den neu gewonnen kleinen Freunden, habe ich wenig Hoffnung, eines anderen belehrt zu werden.

Vorsorge für die kalte Jahreszeit

Ich habe alle Hausmittel und Natursafterl probiert, um die Rückkehr der Kinderviren, deren erstmaliges Auftreten vor fast genau einem Jahr mir noch immer Gänsehaut bereitet, aufzuhalten. Aber gesunde Ernährung und eine Extraportion Vitamine reichen doch nicht aus. Wäre ja auch ein kleines Wunder gewesen, mit dem ich jetzt reich werden könnte. Aber man soll ja alles positiv sehen. Immerhin haben wir ganze drei Wochen ohne Zwicken und Ziepen überstanden. Aber dann punktgenau zum Wochenende geht es los.

Hallo Erkältung!

Mein Kind schnieft und schnupft, hat heiße Wangen und bekommt kaum Luft. Vor allem nachts hat sie einige Probleme, weil sie sich nicht entscheiden kann, ob sie lieber durch den Mund Luft holen, oder an ihrem Schnuller saugen möchte. Nach drei Nächten kann sie sich noch immer nicht entscheiden und wechselt sicherheitshalber alle fünf Sekunden zwischen lautstarkem Nuckeln und Um’s-Leben-Schnaufen.

Die Mama, die ihr Kind liebevoll pflegt

Wir schlafen also nicht viel. Und das direkt vor meinem Arbeitsbeginn! Während ich die Schlafenszeiten meines Kindes also dicht neben eben diesem verbringe, frage ich mich wieder mal, ob ich den wirklich eine gute Mama bin. Ich kenne nur Mamas, die liebevoll ihr krankes Kind streicheln und mit Suppe wieder gesund pflegen. Ich hingegen liege da und denke mir, wie nervig diese Schnauferei ist, die mich selbst vom Schlafen abhält. Ich kann auch nach dem gefühlt 1.000 Mal „Mamaaaa“ jammern nicht mehr liebevoll grinsen. Ich tu halt einfach so. Weil sie tut mir ja wirklich leid. Und mein Mann jammert bei Schnupfen sogar schlimmer, also eigentlich ist sie ganz tapfer.

Werden die Kinderviren auch von uns Besitz ergreifen?

Während mein Kind trotz Luftmangel die Tage gut gelaunt verbringt, spüre ich schon wieder die nächste Angst in mir aufkeimen: Wann wird es mich erwischen? Wann wird es meinen Mann erwischen? Gesunde Ernährung und Vitamine sind schon längst passé, wir Erwachsenen greifen lieber zu härterem Geschütz: Alkohol.
Morgen starte ich meinen ersten Arbeitstag. Entweder krank oder vollkommen betrunken. Drückt mir die Daumen 😉

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1 Comment
  • Reply
    Patrick
    22. Oktober 2019 at 20:26

    Jaaaaa… das kennen wir auch. Hatten uns auch von Anfang an Sorgen gemacht aber wir hatten da großes Glück. Trotz den vielen kranken und verschnupften Kindern in der Krabbelstube sind wir relativ verschont geblieben. Natürlich gab es mal wieder eine kleinere Krankheit aber zum Glück nie was schlimmeres.
    Glaube um so mehr Sorgen man sich macht umso eher erwischt es einen 🙂

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