Frohe Weihnachten! #hallotrotzphase

Trotzphase, Kompromisse und Weihnachtslieder

Ich wünsche euch allen ein wundervolles Weihnachtsfest im Kreise eurer Liebsten und mit dem besten Verhalten eurer schreienden Säuglinge, trotzigen Kleinkinder und pubertierenden Teenager! Ich muss zugeben, meine bald 2-jährige Tochter hat mich gezwungen, diesen Post zu schreiben. Weil eben hallo Trotzphase! Und wir wissen doch alle, dass man ab und zu lieber Kompromisse eingeht. Um des Friedens oder Lebens aller Willen.

Mama, in meinem Kopf explodiert es!

Mit dem zweiten Geburtstag tut sich also wirklich so einiges mit dem kindlichen Hirn. War das Hirn vorher Blümchenwiese, scheint es jetzt wohl spontane Kriegsausbrüche zu geben. Wenn meine Tochter von einen Moment auf den anderen laut schreiend im Kreis läuft, dabei den Kopf gegen den Boden drischt und mir am liebsten eine scheuern will, liegt es nicht daran, dass im Hintergrund Heavy-Metal-Musik läuft, sondern meistens an den kleinen großen Katastrophen, denen sie nun ausgesetzt ist. Soll heißen: Mama versteht beim ersten Mal das Wort nicht, Mama gibt mir eine Gabel statt einen Löffel, Mama kann nicht erraten, dass sie zuerst meine linke statt der rechten Pobacke beim Wickeln abwischen soll. Und dann tobt der Tasmanische Teufel durchs Haus und alle flüchten.

Schreien, weinen, abhauen oder begleiten?

Den Wutausbrüchen meiner Tochter entgegne ich mit eigenen Wutausbrüchen. Total sinnvoll natürlich. Doch ich bin eben auch nur ein Mensch mit Gefühlen und die sind im Moment oft mal heftig. Aber manchmal, je nachdem was ich mir vorher eingeworfen habe, schaffe ich es auch auf die geduldige, liebevolle, einfühlsame Art. „Jaja, schlag mich ruhig, ich bin ganz ruhig, ich liebe dich, auch wenn du mir die Augen auskratzt und es mir aus den Ohren blutet…“
Ich kann aber mit beiden Extremen schlecht umgehen. Deshalb neue Strategie, die manchmal recht gut funktioniert: Kompromisse.

Warum wir jetzt Weihnachtslieder trällern

Wenn mal etwas nicht so läuft, wie es sich meine Tochter geistig vorstellt, stelle ich mir die Frage, tut es ihr, mir, jemand anderen oder der Sache an sich „weh“, wenn wir es einfach so machen, wie sie es will. Meistens kann man da auch mal „nachgeben“. Soll heißen: Will sie den Pyjama morgens nicht ausziehen und wir haben nichts vor, respektiere ich ihr „Nein“ und frage in einer halben Stunde nochmal. Oder wenn es so laufen soll, wie ich es will, kündige ich ihr an, was in einer halben Stunde eben passiert. Will sie den Pyjama morgens nicht ausziehen und wir haben einen Termin, hat sie eben Pech. Und siehe da: Sie respektiert ein „Nein“ nun viel öfter. Im Moment zumindest.

Da habe ich mir wohl mit meiner tollen Strategie selbst ein Ei gelegt. Als meine Tochter nämlich mit dem Weihnachtsliederbuch dasteht und „Oh Tannenbaum“ hören will, höre ich sie mich im Geiste fragen: „Na Mama, tut es mir, dir, jemanden anderen oder der Sache weh, wenn du einfach mal im August ‚Oh Tannenbaum‘ singst?“ Scheiße natürlich nicht. Zumindest nicht, wenn ich das leise und bei geschlossenem Fenster tue. Aber bei Adventskalender und Schlitten fahren bleibe ich hart! Versprochen 😉

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