Die seltsamen Einschlafrituale der Fräulein E.

Babyschlaf und Einschlafrituale

Letzte Woche war Premiere! Tatsächlich haben wir es geschafft, die Kleine zum Schlafen zu bringen und danach nochmal aufzustehen und den Abend ein bisschen zu genießen. Es hat auch nur 1,5 Stunden gedauert, die ich neben meinem Herzchen liegen musste, bis sie fest geschlafen hat und nicht mehr bei jedem Zentimeter, den ich von ihr weggerückt bin, panisch nach meiner Brust gefasst hat (ja, sie ist ein Busengrapscher). Während dieser 1,5 Stunden im Bett ist mir einiges durch den Kopf gegangen. Unter anderem die Idee dieses Beitrags. Weil, nämlich: Unser Kind hat ganz seltsame Verhaltensweisen kurz vor dem Schlafen, die ich nicht vorenthalten möchte. Machen eure Babys das auch???

  1. In-den-Schlaf-Schreien (mittlerweile wieder absoluter Favorit untertags)
    Natürlich DER Klassiker. Es gibt Abende, da lässt sie sich einfach schwer beruhigen und brüllt als ob sie abgeschlachtet wird. Meistens können wir sie im Tragetuch dann endlich in den Schlaf tragen. Da hängt sie dann an die Brust gekuschelt und schluchzt noch 30 min vor sich hin. Die Ärmste 🙁 Seit ein paar Wochen macht sie das leider auch untertags. Und nachdem sie ca. alle 1 – 1,5h müde wird, kann man sich ausdenken was das heißt: Schlanke Beine, starker Rücken 😉
  2. Spuckendes Fliegergriff-Kind
    Manchmal will sie auch einfach nur am Arm baumeln und warten, bis die Schwerkraft ihre Äuglein zudrückt. Dabei rinnt immer ein bisschen Milch aus den Mundwinkeln. Merkt man dann am nächsten Morgen, wenn man sich fragt, wo diese weißen klebrigen Flecken herkommen.
  3. Katzenjammer
    Mit dem kann ich leben. Man trägt sie durch die Wohnung oder hat sie in der Wiege und sie jammert noch ein paar Minuten dahin. Hört sich an wie wenn eine Katze läufig ist. Hat sie schon perfektioniert, mein kleines Tierbaby <3
  4. Die Geister, die ich anlachte
    Als die erste „Ich-schrei-mich-in-den-Schlaf-Phase“ vorüber war, haben wir uns gefreut. Tatsächlich brauchten wir sie abends nur ins Bett legen und irgendwann schlief sie unter zappeln neben uns ein. Das erste Mal als ich sie dabei beobachtet habe, habe ich sie sogleich durch einen Lachkrampf wieder komplett aufgeweckt. Liegt sie da, starrt an die Decke und hat irrsinnigen Spaß mit irgendeiner unsichtbaren Person, die sie herzallerliebst anlacht und gluckst.
  5. Kleine Plaudertasche
    Und wenn sie dabei nicht gerade lacht, dann liegt sie da und erzählt von ihrem Tag „Auuuuu“ oder seufzt dahin (vermutlich ein anstrengender Tag). Was ganz neu ist, ist ein Krächzen und Kreischen, das einen hochschrecken lässt. Manchmal hört es sich aber auch einfach nur an wie „blablablabla“.
  6. Schnuller-Rodeo
    Mit 6 Wochen hat sie das erste Mal einen Schnuller bekommen. Weil ich nach dem Dauergenuckel manchmal ein bisschen Pause brauchte. Die ersten Male mit Schnuller hat sie nicht kapiert. Das Nuckeln hat sie total aufegputscht. Immer größer wurden die Augen, saugte sie ja fast um ihr Leben! Mittlerweile ist der Schnuller ein Spielzeug. Der wird im Mund hin und her geschoben, am liebsten ganz raus und dann will sie ihn aber gleich wieder. Dann verbringt man 30 Minuten damit, ihr den Schnuller immer wieder in den Mund zu stopfen, manchmal hält man dann den Finger auch drauf, damit sie ihn nicht wieder weitspuckt. War nur einmal fatal: Da hört man dann ein lautes Quietschen und man weiß, da ist der Sauger wohl zu weit nach hinten gerutscht. Schnell raus damit. War leider zu spät, schon war mein Dekolleté vollgekotzt und wir waren wieder putzmunter.
  7. Schockstarre
    Wir haben eine Federwiege, in der sie in der Testphase nur gebrüllt hat. Aber nun hat sie Spaß da drinnen bis zur Übelkeit in den Schlaf gewippt zu werden. Kurz bevor das soweit ist, starrt sie ohne Regung an die Decke. Vielleicht fixiert sie nur einen Punkt, um nicht alles vollzukotzen. Egal. Jedenfalls klappen irgendwann, wie bei einer Puppe, die Augenlider runter und es wird geschlafen. Für punktgenau 30 Minuten.
  8. Busen-Versteckspiel
    Ganz neu im Programm. Dabei gehen wir meist gut gelaunt ins Schlafzimmer zum letzten Stillen. Sie trinkt brav dahin und starrt gegen meine Brust. Der Blick geht nach oben. Trifft meine Augen. Die Mundwinkel gehen nach oben (der Mund ist noch voll Busen). Der Kopf wird ein bisschen eingezogen, wie bei einem neckischen Kichern und so vergräbt sie dann auch ihren ganzen Kopf in meinem Busen, bis er wieder auftaucht, sie eine seriöse Miene aufsetzt und wieder weitertrinkt. Geht ungefähr 10 Mal so, mit etwas Glück schläft sie dann.

Es gibt anscheinend tatsächlich Babys, die legt man hin und sie schlafen. Hab ich selbst schon gesehen. Hab ich mir auch immer so vorgestellt. Ist aber bei uns einfach nicht so. Als generell skeptischer Mensch (hat sie von mir geerbt) hat sie anscheinend einfach noch nicht genug Vertrauen in die Welt (zu Recht!!!), damit sie beruhigt einschlafen kann. Ich hab recherchiert. Und dabei Erstaunliches herausgefunden: Ist halt so. Deal with it.

Babyschlaf: Die seltsamen Einschlafrituale der Fräulein E.
 

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1 Comment
  • Reply
    So schläft dein Baby durch | Mama Jammer
    26. Oktober 2018 at 13:27

    […] tatsächlich gemacht. Und noch viel schlimmer: Wir waren generell Fans von jeglichen Soundkulissen (hier noch immer zum Nachlesen): Wir lagen mit eingeschaltetem Fön im Bett. Wir fuhren mit einem […]

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